LIKE LIKENESS

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Eric Kressnig
LIKE LIKENESS

im Kabinett & Lichthof: Elisabeth Wedenig

Eröffnung: Donnerstag, 29. Januar 2026 – 19 Uhr

Einer Bildstruktur werden zwei kleine Quadrate eingeschrieben, und zwar so, dass sie durch den Eingriff in die abstrakte Komposition die Deutung „freundliches Gesicht“ nahelegen. Dieser minimale Eingriff verleiht dem Werk, welches die Besuchenden in Eric Kressnigs Ausstellung „LIKE LIKENESS“ empfängt, den Charakter einer sozialen Geste, einer bildhaften Begrüßung – ein Bildobjekt als wohlwollendes Gegenüber.

Erik Kessnig, geboren und aufgewachsen in Klagenfurt, wo ihm auch das MMKK 2023 eine große Museumsschau widmete, schafft Bildkörper – mal näher am Tafelbild, mal als raumgreifende Installation angelegt, immer aber akribisch geplant und mit äußerster Präzession umgesetzt. Den Arbeiten ist eine spezielle Farbpalette und eine aufs Erste streng anmutende Bildkomposition gemeinsam, die jedoch bei näherer Beschäftigung autobiografische Elemente, Körpermaße, einen Bezug zur Popkultur, zu den Ästhetiken des Alltags, womöglich sogar Verweise auf Film und Literatur bergen. Kressnigs Werke strahlen Ruhe aus, die strengen Strukturen verbinden sich mit den weichen Tönen der Farbe. „Klare Konzeption und Präzision in der Verarbeitung sind für mich Mittel, die unmittelbare Bildlichkeit einer vordergründigen Erzählung ein Stück weit nach hinten zu legen. Ich fasse diesen Raum als Gelegenheit zur Partizipation auf und möchte somit offene Narrative ermöglichen, die entschlüsselt, reflektiert und mitgestaltet werden können“, so der Künstler.

Eric Kressnig verfolgt in seiner künstlerischen Arbeit einen deutlich konzeptuellen Ansatz, wobei die klar formulierte Formensprache bewusst um Verbindungen mit dem Persönlichen und Individuellen erweitert werden. Unter dem Titel LIKE LIKENESS widmet sich der Künstler in dieser Ausstellung dem Keil als zentrales Gestaltungselement. LIKE darf hier als Anagramm für KEIL gelesen werden, kann aber als Begriff auch in seiner Bedeutung des Mögens, Likens oder der Ähnlichkeit verstanden werden. Als Form und Wort birgt es für Kressnig wiederum das Potenzial für „Likeness“ im Sinne eines Charakters und Wesenszuges. Die Likeness beschreibt demnach das, was über die reine, objektive Abbildung hinausgeht, und deutet somit auf das Leitmotiv des Künstlers hin: „Das Subjektive im Objektiven“.

Bereits 2002 gewann Eric Kressnig in der GALERIE3 damals als Erster den Preis, der heute als „Nachwuchspreis Bildende Kunst Kärnten“ immer noch aufstrebende Talente aus Kärnten auszeichnet. Inzwischen sind seine Werke u. A. in der Österreichische Galerie Belvedere, Wien, im Museum Liaunig, in der Artothek des Bundes, in der Kunstsammlung des Landes Salzburg, der Stadt Wiesbaden vertreten. Er wurde oftmals ausgezeichnet und stellte zuletzt 2024 im Palais Thurn und Taxis Bregenz oder 2025 im Museum der Wahrnehmung in Graz und im Vasarely Museum Budapest aus.

30. Januar – 26. März 2026

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